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10 Tipps für das perfekte Makro Foto im Frühling

01.05.2016

Jeden Tag siehst du sie, aber siehst du richtig hin? Eine Blumenwiese, Schmetterlinge, kleine Käfer oder Fliegen.

” Natürlich sehe ich die! „

wirst du sagen.

Auch die einzelne Blüte in ihrer vollen Schönheit? Oder den filigranen Körperbau eines Schmetterlings? Wohl eher nicht.

Diese kleinen Details kannst du mit der Macro Fotografie wunderbar sichtbar machen. Das Beste daran du kannst Macro Fotografie überall betreiben. Für den Anfang brauchst du keine große Ausrüstung. Eine Kompaktkamera mit Macro Modus reicht völlig aus.

Zum Kennenlernen habe ich dir 10 Tipps für die Macro Fotografie zusammengestellt.

 

1.) Nutze die Macro Einstellung an deiner Kamera

Die meisten Kompaktkameras besitzen ein Motivprogramm Makroautomatik.

Stell diese Funktion ein!

Dadurch verringerst du die Naheinstellungsgrenze. Das bedeutet: Du kannst mit hoher Zoomstufe näher an das Aufnahmeobjekt heran. Siehe nächster Tipp

Die Naheinstellungsgrenze ist die minimalste Entfernung, ab der die Kamera scharf stellen kann. Diese variiert je nach dem Objektiv der Kamera.

Bei Kameras mit Wechselobjektiven erreichst du das z. B. mit guten Nahlinsen. Die besten Ergebnisse erzielst du mit speziellen Makro Objektiven. Diese sind für eine kurze Naheinstellungsgrenze optimiert.

Durch die kurze Distanz zwischen Objektiv und Foto Objekt in Kombination mit einer hohen Brennweite, wird der Hintergrund unscharf. Du trennst praktisch dein Objekt vom Hintergrund. Stichwort: Schärfentiefe

 

2.) Gehe näher ran

Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, warst du nicht nah genug dran.

Ein Zitat von Robert Capa (1913 -1954)


Folgendes beobachte ich oft. Ein Foto der Kinder soll als Andenken für die Familie gemacht werden. Zum Beispiel im Urlaub.

Um das Urlaubsgefühl eindrucksvoll darzustellen, muss möglichst viel Umgebung auf das Foto. Das Ergebnis ist aber anders als erwartet. Viel Umgebung, das Motiv - die Personen sind kaum noch wahrnehmbar
Mein Rat. Gehe näher ran. Fotografiere die Personen (Motiv) Formatfüllend. Für die Umgebung machst du ein Landschaftsfoto.

Die Makro Fotografie ist ein gutes Training für das fotografische Sehen. Hierbei musst du dich auf das Motiv konzentrieren und die Umgebung ausblenden. Das fokussierst den Betrachter auf das Motiv.

Willst du mehr über Bildgestaltung erfahren, dan besuche die Seite von Andreas Hurni.

 

3.) Achte auf Details

Eine Blüte “gut” abzulichten ist manchmal schon eine Herausforderung.

Deine Aufnahme weist noch ein kleines weiteres Details auf, dann hebt sich dein Foto von der Masse der Fotos ab. Du hast damit vielleicht schon das perfekte Makro Foto.

Hier im Beispiel ein Foto eines Buschwindröschens mit einem Baby Grashüpfer.

 

4.) Achte auf die Schärfentiefe

Die Schärfentiefe bezeichnet die Ausdehnung der Schärfe im Foto. Sie ist abhängig von Brennweite, Entfernung, Blende und Aufnahmeformat.

Das heißt:

  • Je größer die verwendete Brennweite, desto kleiner ist die Schärfentiefe.
  • Je größer die Blendenzahl (bzw. je kleiner die Blendenöffnung), desto größer ist die Schärfentiefe.
  • Bei geringerer Distanz zwischen Kamera und Aufnahmeobjekt nimmt die Schärfentiefe ab.

Ein Beispiel:

Bei einem 105mm Makro Objektiv ergibt sich bei einer Objektdistanz von einem Meter und einer Blende von f/8 eine Schärfentiefe von 2,4cm.

Ändere ich die Blende auf f/4.5 habe ich nur noch eine Schärfentiefe von 1,4cm. Genau so verhält es sich, wenn ich nur den Abstand zum Objektiv ändere und die anderen Einstellungen gleich bleiben.

Du siehst hier die Problematik. Es wird mit sehr geringen Schärfentiefen gearbeitet. Diese Schärfentiefe kann durchaus nur ein paar wenige Millimeter betragen. Der große Vorteil. Du trennst das Aufnahmeobjekt völlig vom Hintergrund.

Ich benutze für einen Überblick der Schärfentiefe die App HyperFocal Pro auf dem Smartphone.

Auf der Seite Bokeh simulator depth of field calculator kannst du Schärfentiefe auf dem PC simulieren.

 

5.) Reduziere das Bild auf das Wesentliche

Du willst zeigen, wie toll deine Blüten im Garten sind?

Dann zeige nicht alle Blüten, sondern suche die schönste heraus und zeige diese Blüte Format füllend. Und auch das kannst du noch weiter reduzieren, zeige nur das „innerste“ der Blüte.

 

6.) Achte auf das Licht

Es ist ein sonniger Sommertag. Du siehst eine schöne Blüte wie gemacht für ein Foto. Du achtest darauf das die Blüte schön von der Sonne angestrahlt wird. Im Idealfall ist die Sonne in deinem Rücken.

Es geht spannender.

Versuche die Blüte mit der Sonne von der Seite zu fotografieren (Streiflicht). Experimentiere mit der Sonne von vorn (Gegenlicht). Achte auch auf die Qualität des Lichtes. Morgens und abends hat das Sonnenlicht mehr Rot Anteil. Es ist wärmer. Vermeide es in der Mittagszeit zu fotografieren. Da steht die Sonne zu steil zum Aufnahmeobjekt. Das Foto bekommt keine Tiefe.

 

7.) Fotografiere auf “Augenhöhe“

Oft werden Blüten oder Insekten langweilig von oben abgelichtet.

Nimm als Beispiel ein Veilchen.

Im Gegensatz zu uns Menschen ist das Veilchen winzig. Du bückst dich (vielleicht), fokussierst und drückst ab.
“Oh, schön, ein Veilchen”.

Begib dich auf Augenhöhe des Veilchens. Leg dich hin, fokussiere und drück ab.

Vergleiche beide Bilder.

Das zweite Foto ist viel spannender. Die Perspektive eines Fotos macht den Aha Effekt Im Alltag eines Menschen ist die Ansicht eines Veilchens frontal nicht vor gesehen.

Nun folgen Tipps zur praktischen Umsetzung bodennah zu fotografieren.

 

8.) Packe eine Mülltüte ein

Nein, nicht für den Müll.

Klingt im ersten Moment komisch, ist aber sehr praktisch.

Stell dir vor du musst aus der Perspektive einer Ameise fotografieren. Siehe vorheriger Tipp Stell dir weiter vor, es hat geregnet. Um auf die Höhe einer Ameise zu kommen heißt es hinlegen. Also, runter in den Matsch oder in das nasse Gras.

Wie schön wäre jetzt eine Mülltüte die man als Unterlage nehmen kann. Sie wiegt nicht viel, nimmt nicht viel Platz weg und ist der Retter in vielen Bodennahen Situationen.

 

9.) Vergiss den Bohnensack nicht

Auch als Reissack bekannt. Eine sinnvolle Ergänzung (Ersatz?) zum Stativ.

Es gibt Situationen wo du das Stativ nicht einsetzen kannst (Bodennah) oder du hast kein Stativ dabei. Jetzt ist es gut wenn du einen Bohnensack dabei hast. In meinem Fotorucksack gehört er zur “immer dabei Ausrüstung”.

Anwendungs Beispiele und Bezugsquelle:
Das flexible Profi Stativ von RiceQ®

 

10.) Geh raus und fotografiere!

Jetzt der wichtigste Tipp

Nimm die Kamera, nutze das tolle Wetter, genieße den Frühling und mache „das perfekte Makrofoto“!

 

Fazit

 

Mit Hilfe dieser 10 Tipps wirst du Makro Fotos produzieren die sich von der großen Masse abheben. Es gibt noch viele weitere Tipps. Auf die gehe ich vielleicht in einem meiner nächsten Artikel ein.

 

In diesem Sinne. Bleib aufmerksam und sieh die kleinen Dinge in deiner Umgebung. Viel Spaß beim Ausprobieren der Tipps!

 

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Am 19.1.2017 um 9:03 schrieb Jennifer:

Danke für die ganzen Tipps, werde ich ausprobieren, sobald der Frühling rauskommt und die ersten Frühlingsblumen anfangen zu blühen.

Am 20.1.2017 um 6:13 schrieb Christian:

Hallo Jennifer,
es freut mich das dir der Beitrag geholfen hat. Ich wünsche dir viel Spaß beim Umsetzen der Tipps.
Viele GrüßeChristian

Am 23.1.2017 um 8:00 schrieb Jens:

Da sind auf jeden Fall viele hilfreiche Tipps dabei, den einen oder anderen werde ich davon bestimmt ausprobieren. Guter Beitrag auf jeden Fall zum Thema.

https://www.schlüsseldienst-mannheim-24.de/

Am 24.1.2017 um 13:48 schrieb Christian:

Vielen Dank Jens, viel Spaß beim erfolgreichen Umsetzen meiner Tipps.
Christian

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